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Osteochondrose

Inhaltsverzeichnis

Diagnose Osteochondrose

Du hast Schmerzen im Rücken, die unter Belastung stärker werden? Dann leidest Du möglicherweise an Osteochondrose. Rückenschmerzen sind eine der häufigsten Erkrankungen in Deutschland: 9 von 10 Menschen leiden im Laufe ihres Lebens mindestens einmal unter starken Rückenschmerzen. Lese hier, wie Osteochondrose entsteht, was für Symptome mit der Erkrankung einhergehen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Was ist Osteochondrose?

Unter Osteochondrose versteht man eine verschleißbedingte Veränderung der Bandscheiben und der angrenzenden Knochen. Werden Bandscheiben über einen längeren Zeitraum ständig zusammengedrückt, können sie sich mit der Zeit nicht mehr regenerieren und verbleiben in der zusammengepressten Position.

Durch den anhaltenden Druck entstehen knöcherne Auswüchse, die die Beweglichkeit der Wirbelsäule stark einschränken und Schmerzen verursachen können. Osteochondrose kann in jedem Abschnitt der Wirbelsäule auftreten. Die Medizin unterscheidet zwischen:

  • WHS Osteochondrose (Halswirbelsäule)
  • BWS Osteochondrose (Brustwirbelsäule)
  • LWS Osteochondrose (Lendenwirbelsäule)

Wie entsteht Osteochondrose?

Osteochondrose entsteht durch langjährige Überbeanspruchung der Bandscheiben. Bandscheiben kannst Du Dir als faserigen Ringe vorstellen, die zwischen den einzelnen Wirbeln der Wirbelsäule liegen und als Stoßdämpfer dienen.

Wie andere Körperteile zeigen auch die Bandscheiben Abnutzungserscheinungen, die je nach Belastungsgrad bei manchen Patienten früher, bei anderen später auftreten können. Im Durchschnitt beginnt der Verschleiß im Alter von 20 Jahren. Ab dem 60. Lebensjahr sind mehr als 90 Prozent der Deutschen von mindestens einer Verschleißerscheinung betroffen.

Risikofaktoren

Osteochondrose entsteht, wenn über einen längeren Zeitraum (mehrere Jahre) verschiedene ungünstige Faktoren zusammengewirkt haben. Diese können sein:

  • schweres Heben
  • Tragen schwerer Gegenstände
  • Bandscheibenvorfälle oder gebrochene Wirbel
  • Bandscheibeninfektionen
  • Übergewicht
  • Metabolische Erkrankungen (beispielsweise Diabetes)
  • Rauchen
  • chronischer Husten

Was für Symptome gehen mit Osteochondrose einher?

Typisch für Osteochondrose sind hartnäckige, unbeeinflussbare Rückenschmerzen. Oft macht sich der Rücken schon morgens beim Liegen im Bett bemerkbar. Auch im Stehen oder beim Gehen treten Schmerzen auf, die sich bei Belastung verschlimmern.

Bei Osteochondrose HWS können die Nackenschmerzen von der Halswirbelsäule über die Arme bis in die Fingerspitzen ausstrahlen. Bei Osteochondrose LWS können die Schmerzen bis in das Gesäß oder die Beine ausstrahlen. Osteochondrose kann auch mit einem Bandscheibenvorfall einhergehen, bei dem Kribbeln oder Taubheitsgefühlen in den Armen und Beinen auftreten. Bei ungewolltem Urin- oder Stuhlverlust solltest Du sofort einen Arzt aufsuchen.

Diagnosestellung

Ein kompetenter Arzt wird bei dem Verdacht auf Osteochondrose zunächst ein ausführliches Anamnesegespräch durchführen. Er befragt den Patienten genau, wann und wo die Schmerzen auftreten, ob sie bei Belastung stärker werden und bei Ruhe nachlassen. Danach prüft er im Rahmen einer körperlichen Untersuchung auf Schmerzen und Druckempfindlichkeit im Bereich der Wirbelsäule. Die Beweglichkeit der Wirbelsäule kann der Arzt testen, indem er den Patienten bittet, sich zu strecken und zu beugen oder Kopf und Oberkörper zu drehen.

Erhärtet sich der Verdacht auf Osteochondrose hilft ein Röntgenbild weiter. Darin lassen sich sowohl die Höhenminderung der Zwischenwirbelräume (als Anzeichen für die reduzierte Höhe der Bandscheiben) als auch etwaige knöchernen Auswüchse der Wirbelkörper gut erkennen.

Gut zu wissen!

Da es sich bei Osteochondrose um eine regelrechte Volkskrankheit handelt, beschäftigen sich Forscher seit den 1980er Jahren intensiv mit dem Krankheitsbild. So führten sie beispielsweise Kernspinuntersuchungen der Lendenwirbelsäulen von gesunden Menschen durch und kamen zu folgendem Ergebnis: Ungeachtet der Unterschiede im Detail zeigten alle Studien einen hohen Prozentsatz von (beschwerdelosen) Bandscheibenschäden aller Art.

Entdeckt also der Arzt im CT oder Kernspin Bandscheibenschäden, wird er den Zusammenhang mit bestehenden Beschwerden kritisch prüfen. Was bei dem einen Patienten einen irrelevanten Befund darstellt, bedeutet bei einem anderen möglicherweise einen medizinischen Notfall. Umgekehrt findet der Arzt häufig auch bei stärksten Rückenschmerzen keine Entsprechung im CT oder Kernspin.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Grundpfeiler der Osteochondrose-Behandlung sind wie bei fast allen verschleißbedingten Erkrankungen der Wirbelsäule die Bekämpfung der Schmerzen sowie die langfristige Stabilisierung des Rückens durch den Aufbau einer stützenden Rumpfmuskulatur.

Folgende konservative Behandlungsmethoden können angeordnet werden:

  • Medikamente – Zur Linderung der Schmerzen verschreibt der Arzt Schmerzmittel und/oder entzündungshemmende Medikamente. In schwerwiegenden Fällen können Injektionen von schmerzstillenden und entzündungshemmenden Wirkstoffen direkt in den betroffenen Bereich notwendig sein.
  • Physiotherapie/Aktive Krankengymnastik – siehe unten!
  • Rückenschule – neben gymnastischen Übungen vermittelt die Rückenschule Wissen über rückenschonendes Verhalten. Sie ist dann hilfreich, wenn der Betroffene die erlernten Techniken in Eigenregie in seinen Alltag integrieren möchte.
  • Hilfsmittel – in manchen Fällen verordnet der Orthopäde auch eine Art Stützkorsett, welches die Wirbelsäule zusätzlich entlastet.

Eine Operation ist dann erforderlich, wenn die konservativen Maßnahmen keine Erleichterung bringen, die Krankheit sehr weit fortgeschritten ist oder sich Komplikationen einstellen. Es gibt zwei Möglichkeiten, bei Osteochondrose operativ tätig zu werden:

  1. Versteifungsoperation – Die Standardoperation bei Osteochondrose ist die Versteifung von Teilen der Wirbelsäule. Dabei bringt der Arzt Schrauben in die Wirbelkörper der betroffenen Region ein und verbindet sie über Stäbe in Längs- und eventuell Querrichtung miteinander.
  2. Bandscheibenprothesen – Eine andere Option ist der Ersatz einer verschlissenen Bandscheibe durch eine Bandscheibenprothese aus Metall und Hartkunststoff. Das Verfahren hat sich in den letzten Jahren als sicher und nachhaltig erwiesen. Ob das Einsetzen von Bandscheibenprothesen langfristig bessere Ergebnisse zeigt als die Versteifung, müssen weitere Studien zeigen. Zudem kommen Bandscheibenprothesen für manche Patienten gar nicht in Frage. Liegt beispielsweise neben der abgenutzten Bandscheibe auch eine Arthrose der Zwischenwirbelgelenke vor, bleibt die Versteifung Therapie der Wahl.

Wie kann die Physiotherapie bei Osteochondrose helfen?

Wenn Du mit Osteochondrose in eine unserer Praxen in Köln oder Hürth kommst, wird Dein behandelnder Physiotherapeut zunächst ein ausführliches Anamnesegespräch durchführen. So kann es Dich, Deine Krankengeschichte und Deine Alltagsprobleme kennenlernen und einen individuellen Behandlungsplan erstellen.

Das erste Behandlungsziel ist für gewöhnlich die Verringerung der Schmerzen. Mithilfe von schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten kann das Gewebe entspannen und der Patient zur Ruhe kommen. Begleitend kann Dein Physiotherapeut leichte Massagen durchführen. Ist die akute Schmerzphase überwunden, beginnt die eigentliche Therapie. Dabei gilt es zunächst, die durch die Schmerzen reflexbedingte Muskelverspannung zu lösen. Eingesetzt werden dazu beispielsweise Wärme, Rotlicht, Fango oder klassische Massagen.

In der dritten Phase enthält die Therapie mobilisierende Übungen und Manuelle Therapie. Da Osteochondrose auch zu dauerhafter Immobilität führen kann, führt der Therapeut zunächst entlastende, mobilisierende, dekomprimierende und muskelstärkende Übungen durch. Damit soll langfristig die Beweglichkeit erhalten werden. Außerdem wird eine richtige Körperhaltung trainiert sowie ein rückenschonender Umgang im Alltag beispielsweise beim Heben und Tragen von Lasten geschult.

Mögliche Therapieelemente auf einen Blick:

Du leidest an Schmerzen im Rücken? Dann solltest Du nicht warten und noch heute einen Termin in einer unserer Praxen in Köln oder Hürth vereinbaren! Wir helfen Dir gerne, endlich schmerzfrei zu werden. Oder lass es gar nicht erst so weit kommen: Kümmere Dich präventiv um Deinen Rücken und besuche unseren


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